Jugend- und Freizeitzentrum Blankensee
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Fahrtbericht OUT-Maßnahme

Ägypten

Naja, nicht ganz der 10.11. .... aber fast der 10.12.
Los gehts

Chronologischer Ablauf der Begegnung im Einzelnen:

Samstag, den 16. 10. 2004
Tag der Anreise - endlich ist es soweit!

Pünktlich um 8.00 Uhr starteten wir in Blankensee zu einem großen Abenteuer.
Am Flughafen angekommen etwa 10.30 Uhr war die Spannung groß.
Ein bisschen Flugangst, aber vor allen Dingen die Wiedersehensfreude auf gute Bekannte versetzte alle Jugendliche in Aufregung.

Wohlbehalten wechselten wir nach 1 � Stunden Aufenthalt in Paris das Flugzeug.
Nach weiteren 4 Stunden waren wir dann endlich in Kairo, jedoch war es uns verwehrt unsere Freunde gleich in die Arme zu schließen (Zu unserer Verwunderung waren die Ägypter diesmal pünktlich, nur wir nicht, da das Gepäck eines Teilnehmers auf unerklärliche Weise verschwunden war). Gegen 22.00 Uhr waren schließlich alle Formalitäten schriftlich aufgenommen und wir konnten Blumen und Geschenke unserer Gastgeber in Empfang nehmen.
Eine unbeschreiblich große Wiedersehensfreude auf beiden Seiten machte das
Ankommen unvergesslich.

Wir waren wirklich da!

Unsere Partner luden uns zum Pizza essen ein, gegen 23.30 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Alexandria, wo wir die nächsten 3 Tage verbringen sollten. Durch starken Nebel mit schlechter Sicht und einer Zwangspause von etwa 3 Stunden in einer Kaffeeoase, trafen wir um 7.00 (mittlerweile der 17.10.) Uhr in unserem Quartier ein. In einem Jugendgästehaus direkt am Mittelmeer bezogen wir unsere Zimmer mit traumhafter Aussicht aufs Meer.


Sonntag, den 17. 10. 2004
Der erste Tag in Alexandria.

Wir besuchten die Zitadelle Kaitbay, eine Burg in der unter anderem eine Moschee untergebracht ist, gebaut auf den Fundamenten des berühmten Leuchtturmes, eines der sieben Weltwunder der Antike. Das ca. 800 Jahre alte Gebäude war sehr beeindruckend, man hatte einen wundervollen Ausblick auf den Hafen und das Meer.

Den Nachmittag verbrachten wir einem griechischem Club, welchen auch die Studenten der Universität zum relaxen nutzen. Unter Sonnenschirmen am Sandstrand verarbeiteten wir die ersten Eindrücke und erholten uns etwas vom Reisestress. Einige nutzten die Gelegenheit und badeten das erste (und einzige) Mal im Mittelmeer.
Nach einem gemeinsamen Abendessen bzw. Frühstück im Jugendgästehaus besuchten wir den Smuka - Sportclub.

Anmerkung: Warum Frühstück? - Während unserer Aufenthaltszeit in Ägypten fand das traditionelle islamische Ramadan - Fest statt. In diesem Monat widmen sich die Gläubigen ganz besonders ihrer Religion. Im Koran, die Bibel der Muslime, steht u. a. geschrieben, dass von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder gegessen noch getrunken werden darf. Somit gab es für unsere Gastgeber zur Abenddämmerung die erste Mahlzeit am Tag.
Im Übrigen ist in dem Festmonat auch der Verzehr von alkoholischen Getränken nicht erwünscht und auch so gut wie unmöglich, da kein Kauf dieser möglich ist.

Im Smuka - Club besichtigten wir die einzelnen Sportstätten. Die Jungs ließen es nicht nehmen, ihre Kräfte in einem Wettlauf und einem kurzen aber intensiven Fußballspiel zu messen.
Auf der Terrasse des Jugendgästehauses ließen wir den Abend bei Kaffee und Cola ausklingen. Anschließend sind alle buchstäblich in ihre Betten gefallen.


Montag, der 18. 10. 2004
Der zweite und letzte Tag in Alexandria.

Den Vormittag nutzen wir, um die El - Morsy Abo El - Abas Moschee zu besichtigen. Die Gruppe wurde hier das erste Mal in Mädchen und Jungs getrennt, da jeweils für Frauen und Männer unterschiedliche Bereiche vorgesehen sind. Leider verblieb uns nur wenig Zeit, da der Muhezin die Gläubigen zum Gebet aufforderte und wir nicht stören wollten. Zu unserer Überraschung wurde uns große Toleranz entgegen gebracht, wir hatten nicht das Gefühl, unerwünscht zu sein.
Später brachen wir zu einem kurzen Stadtbummel auf, viele nutzten die Gelegenheit und kehrten bei Mc Donalds ein. Allerdings mit einem etwas unguten Gefühl, denn unsere Freunde konnten wie bereits erwähnt erst am Abend essen. Dieses Gefühl bedrückte uns auch alle noch kommenden Tage.
Unsere Ägyptischen Partner legten �u�erst großen Wert auf unsere Sicherheit, ständig wurden wir von der so genannten Touristenpolizei begleitet, die uns zu unserer Erleichterung auch unverletzt durch den chaotischen Verkehr brachte. Unser Bus wurde ebenfalls von zwei Polizeiwagen eskortiert.
Bei einem Aufenthalt in Alexandria darf natürlich auch ein Besuch der berühmten Bibliothek nicht fehlen. Bereits zwei Mal wieder aufgebaut beherbergt sie mehrere hundert tausend Bücher. Die ganz besondere Tradition der Bibliothek rührt aus Cleopatras Zeiten her. Selbst viele der ägyptischen Mädchen und Jungen kannten das Gebäude nur vom Hören - Sagen bzw. aus Büchern.
Am Abend trafen wir auf viele Jugendliche des sehr beeindruckenden Smouha Jugendclubs zusammen. Nicht nur die Mitgliederzahl von ca. 20 000 (zwischen 6 und 30 Jahren), auch die gesamte Anlage versetzte uns in Staunen. Wie überall auf unserer Reise zu spüren, schlug uns auch hier eine Welle der Gastfreundlichkeit entgegen.
Die Zeit in Alexandria begleitete uns Dr. Ibrahim El Sawy der uns viele interessante Einblicke in die ägyptische Jugendarbeit gewährte und in der kurzen Zeit zum guten Freund wurde.


Dienstag, der 19. 10. 2004
Der Tag des Wechsels.

Nach dem Frühstück, so gegen 11.00 Uhr brachen wir auf nach Kairo. Nach vier Stunden Fahrt durch die Wüste kamen wir bei der ursprünglich für uns vorgesehenen Unterkunft an.
Anmerkung: Warum "vorgesehenen"? - Diese Unterkunft wurde vom Ministry of Youth wegen seiner zentralen Lage gewählt. Leider überzeugte sich niemand vor unserer Ankunft vom Zustand des Gebäudes - es war eine Baustelle, die wir aus Sicherheitsgründen nicht bewohnen konnten. Nach einigen Telefonaten von Mr. Ali, der während der ganzen Zeit den Austausch managte, starteten wir erneut zu unserer endgültigen Bleibe.
Nach Eingewöhnung im Internat der Sportive School for Talented (Sportschule) machten wir uns auf den Weg zum El Khalili - Basar, der älteste in Kairo, wo die ersten Souvenirs für die Angehörigen gekauft wurden. Hier konnten alle Teilnehmer ihre Verhandlungskünste beweisen. Da sich aber dieses als sehr schwierig gestaltete, waren wir �u�erst froh, unsere Freunde an unserer Seite zu haben.


Mittwoch, der 20. 10. 2004
Der Tag des Sports.
Den größten Teil des Tages verbrachten wir im internationalen Stadion von Kairo. Wir besichtigen sämtliche Sporthallen und Außenanlagen, u. a. ein Schwimmbecken, in dem die Olympiateilnehmer trainierten. Zu unserer großen Freude war es uns erlaubt, ca. 1 � Stunden zu schwimmen und zu toben. Die ganz Mutigen wagten den Sprung vom 10 Meter Turm. Unvergessen der halbstündige Kampf von Mirko gegen die Höhenangst auf dem 5 Meter Brett.
Etwas erfrischt starteten wir zu einer Stadtrundfahrt. Zwischendurch hatten wir immer wieder die Gelegenheit, uns bedeutende Bauwerke und Denkmäler aus der Nähe anzusehen. Hervorzuheben ist das Ehrenmal für die gefallenen Soldaten während des 6 Tage Krieges und das Grab des während einer Parade ermordeten Präsidenten Sadat.
Für unseren ersten Bummel durch die Altstadt am Abend bildeten wir mehrere Gruppen.
Anmerkung: Sämtliche Unternehmungen, auch in unterschiedlichen Gruppen, unternahmen wir immer gemeinsam mit unseren lieb gewonnenen Jugendlichen aus Nordafrika.


Donnerstag, der 21. 10. 2004
Der Tag des alten Ägypten.

Vom ersten Eindruck der Pyramiden überwältigt stockte vielen von uns der Atem. Bereits in den Vorbereitungsveranstaltungen erfuhren wir Einiges über die Geschichte Ägyptens, jedoch ist der wirkliche Anblick der Grabmäler der Pharaonen sehr ergreifend und kaum in Worte zu fassen. Die Gruppe ließ es sich nicht nehmen, in die ca. 4500 Jahre alte Pyramide des Mykerinos hinab zu steigen und die Grabkammer zu erkunden.
Auf einem Plateau hatten wir einen fantastischen Ausblick auf die Pyramiden und auf Kairo. Vielen wurde hier erst die richtige Größe der Stadt mit ihren rund 20 Mio. Einwohnern bewusst, die nicht zu überblicken war.
Anschließend betrachteten wir für kurze Zeit die Sphinx aus der Nähe, bevor wir bedingt durch den Ramadan das weitläufige Gelände um 14.30 Uhr verlassen mussten.
Später trafen wir zum gemeinsamen Essen mit dem 1. Sekretär des Jugendministers, Dr. Safee, und weiteren Mitarbeitern des Ministry of Youth im Eastern Company Club ein.
Ein weiterer Höhepunkt der Reise - wir wurden zur Eröffnungsfeier der Ramadan Fußball-Turniertage eingeladen. Wir erhielten einen Ehrenplatz, der sich genau vor dem des Jugendministers befand. Zu Beginn der Veranstaltung wurden alle ägyptischen Teilnehmer der Paralympics geehrt. Weiterhin wurden traditionelle Tänze aufgeführt, bekannte ägyptische Sänger traten auf, u. a. die Spicy Babys, die berühmteste Kinderband des Landes. Gegen Ende der Veranstaltung hatten wir die Möglichkeit bekommen, mit dem Minister einige Worte zu wechseln. In dieser Nacht wurden unsere Jungs eingeladen, gegen eine ägyptische Auswahl anzutreten.
Es war eine wirklich rundum gelungene Veranstaltung, bei alle ihren Spass hatten.

, der 22. 10. 2004
Der Tag der Freizeit.

An diesem Tag hatten wir die Gelegenheit, Kairo ohne feste Programmpunkte zu erkunden. Etwa die Hälfte der Gruppe startete den Tag mit einem wunderbaren Blick auf die Stadt vom Kairo Tower. Später trafen sich alle zum erneuten Bummel durch die Altstadt.
In der frühen Nacht hielt man für uns eine kleine Überraschung parat - eine Bootsfahrt auf dem Nil, die alle sehr genossen.
Mittlerweile entstand unter den TeilnehmerInnen ein immer herzlicheres Verhältnis. Gedanken an die bald bevorstehende Abreise ließen bereits jetzt Wehmut aufkommen.


Samstag, der 23. 10. 2004
Der Tag der Bildung.

Einen netten Empfang in der Universität von Kairo bereiteten uns die Studenten der Germanistik, die zu unserer Verwunderung perfekt deutsch gesprochen haben. Wir trafen des Weiteren mit Professoren zusammen, alle Fragen zum ägyptischen Bildungssystem wurden beantwortet und versetzten uns zum Teil in Erstaunen. Angefangen bei den geringen Studiengebühren bis hin zur Organisation der Uni.
Es besteht ein sehr großer Unterschied zu unserem Bildungssystem, denn eine Aufteilung in Haupt-, Realschule und Gymnasium gibt es nicht. Das Abitur ist der einzige Schulabschluss, dem der weitere Bildungsweg über die Universität folgt. Die im Land jedoch nicht zu übersehende Armut lässt vermuten, dass viele Kinder und Jugendliche nicht zur Schule gehen.
Hinterher fuhren wir in den El Seed Sportclub. Während der zweistündigen Führung über das Gelände versuchten sich einige der Jungs im Squash. Auch hier wurden wir wieder zum Essen mit hochrangigen Vertretern des Ministry of Youth eingeladen.
Leider ist die für den Abend geplante Sound- and Lightshow an den Pyramiden ausgefallen - ein guter Grund wieder zu kommen.


Sonntag, der 24. 10. 2004
Der Tag der Geburtstagskinder.

Antje und Sascha, zwei der TeilnehmerInnen, hatten heute ihren Ehrentag. Bereits beim Frühstück sorgten die anderen Jugendlichen für eine kleine Überraschung, indem sie am Tag zuvor Kuchen und Geschenke besorgten. Gemeinsam mit unseren ägyptischen Freunden stimmten wir ein Geburtstagslied an, die Geburtstagskinder waren sichtlich gerührt.
Nach dem Frühstück brachen wir auf, um das ägyptische Museum zu besuchen. Leider viel zu früh verließen wir die völlig überfüllte Ausstellung, jedoch konnten wir die wichtigsten Stücke wie beispielsweise die goldene Maske des Tut Ench Amun bewundern. Aufgrund der vorangeschrittenen Zeit mussten wir den Besuch der Zitadelle um einen Tag verschieben. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir in unserer Unterkunft. Für die Abendunternehmungen bildeten wir wieder verschiedene Gruppen. Einige kauften letzte Souvenirs auf dem Basar, andere fuhren ein weiteres Mal in die Altstadt und genossen das rege Nachtleben.
Hungrig vom Schlendern stärkten wir uns alle in einem Restaurant am Nil. Dies eine Mal waren wir "unter Protest der Ägypter" die Gastgeber. Unseren Geburtstagskindern Antje und Sascha wurde zur großen Freude aller durch die Belegschaft ein ausgefallenes Ständchen geboten.

Montag, der 25. 20. 2004
Der Tag des Future Youth Club.

Der gestern nicht mehr mögliche Besuch der Salah Al- Din Zitadelle wurde von einigen heute nachgeholt. Die größte Festung Nordafrikas beeindruckt durch die Mohammed Ali Moschee und den außergewöhnlichen Ausblick über Kairo. Andere der Gruppe fuhren nach Sakkara, um die älteste Stufenpyramide zu bewundern.
Im Anschluss mussten wir uns auf die Abschlussfeier im Future Youth Club vorbereiten. Leider!
Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Erinnerung an die letzten gemeinsam verbrachten Tage und dem Wunsch auf ein baldiges Wiedersehen. Alle waren sich darüber einig, dass dies nicht das letzte Treffen zwischen den Jugendlichen des Jugend- und Freizeitzentrums Blankensee und dem Future Youth Club war. Besonders deutlich brachten es die Verantwortlichen der Einrichtung, Herr Dr. Safee und Mr. Affifi, auf den Punkt. Sie wünschen sich eine regelmäßige Zusammenarbeit, wenn möglich mehrmals im Jahr.

Als Mitglieder einer Delegation würden sie gerne im nächsten Jahr Mecklenburg-Vorpommern besuchen.
Der herzliche Austausch der Gastgeschenke rundete den Abend ab. Die von uns für dieses Projekt angefertigten T-Shirts wurden jeweils von allen TeilnehmerInnen mit sehr persönlichen Worten signiert, so dass jeder eine bleibende Erinnerung hat. Der letzte gemeinsame Ausflug führte uns an einen Aussichtspunkt oberhalb von Kairo, von dem wir das letzte Mal den Blick auf die Stadt genießen konnten. Die Betrübnis über die bevorstehende Abreise konnte niemand mehr verbergen, die ersten Tränen flossen bereits jetzt.


Dienstag, der 26. 10. 2004
Tag der Abreise.

Nach drei Stunden Schlaf saßen wir das letzte Mal im Bus - auf dem Weg zum Flughafen. Das frühe Eintreffen auf dem Flughafen verschaffte ausreichend Zeit, sich intensiv zu verabschieden. Bis zur letzten Sekunde begleiteten uns unter Tränen unsere ägyptischen Freunde.

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