Jugend- und Freizeitzentrum Blankensee
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Fahrtbericht

Ägypten

Chronologischer Ablauf der Begegnung im Einzelnen:

31. 07. �04:
Der Tag, auf den alle lange gewartet haben.
Um 10.00 Uhr brachen wir mit allen deutschen TeilnehmerInnen nach Berlin auf. Nach dreistündiger Busfahrt erreichten wir den Flughafen Berlin - Schönefeld. Glücklicherweise landete das Flugzeug pünktlich. Der Augenblick, auf den wir lange gewartet und für den wir sehr hart gearbeitet haben war nun da, so dass wir unsere Freunde mit einem Blumenstrauß endlich begrüßen konnten.
Schon auf der Fahrt nach Burg Stargard wurden erste herzliche Kontakte geknüpft, die sich während des 10-tägigen Aufenthalts noch intensivierten.
Gegen 18.00 Uhr wurden die Unterkünfte in der Jugendherberge bezogen. Hier mussten wir lernen, dass aufgrund der kulturellen Gegebenheiten des Gastlandes eine geschlechtergetrennte Unterbringung auf verschiedenen Etagen wünschenswert gewesen wäre. Bei einem nächsten Austausch werden wir dieses bedenken.
Der erste Abend gestaltete sich aufgrund von Erschöpfungszuständen unserer Gäste weitgehend ruhig.
Anmerkung: Nicht alle deutschen TeilnehmerInnen waren in der Jugendherberge Burg Stargard untergebracht, da Übernachtungsmöglichkeiten zu Hause oder bei Freunden genutzt wurden.

01. 08. �04
Der Tag der Natur.

Nach einem gemeinsamen Frühstück brachen wir um 10.00 Uhr auf. (Die eigentliche Abfahrtszeit war für 9.00 Uhr angesetzt. � Dieser Trend des "zu spät Kommens" setzte sich in den weiteren Tagen fort, was uns die Organisation sehr erschwerte, da sämtliche Termine nach hinten verschoben werden mussten. Selbst am Tag der Abreise verpassten unsere Freunde ihren ersten Zug zum Flughafen!)
Eine Tour durch die Feldberger Seenlandschaft (Ottertour) sollte einen Eindruck über unsere Natur und Umgebung vermitteln. Die Ägypter ließen es sich nicht nehmen, den beschwerlichen und unbefestigten Weg zum Haussee hinab zu steigen. Unten angekommen, standen die Fotoapparate nicht mehr still. Selbst ein schwimmender Steg, der den Ägyptern nasse Füße bescherte, wurde für ein Fotomotiv in Kauf genommen. Nach so vielen Naturerlebnissen legten wir eine Pause in Form eines Besuches des Feldberger Eiscafes ein. Das extravagante Erscheinungsbild des Inhabers regte zu weiteren Schnappschüssen an.
Um einen Eindruck über die Lebensweise einer "typisch deutschen Familie" zu geben, besuchten wir für eine Stunde eine befreundete Familie in Neubrandenburg. Nach Besichtigung des Hauses wurden zur Freude aller Volkslieder der beiden Länder zum Besten gegeben.
Wieder in Burg Stargard angekommen, entspannten sich einige bei Kartenspielen, andere spielten Tischtennis oder Fußball (Ägypten gegen Deutschland: 5:7 und 3:4). Bei einem gemeinsamen Grillabend am Lagerfeuer wurde getanzt, gesungen und viel gelacht. Selbst die Bürgermeisterin von Burg Stargard, Frau Bredemeier, ließ es sich nicht nehmen, unsere ägyptischen Gäste zu begrüßen.
Bei einem Gespräch unter den Leitern stellte sich heraus, dass unsere gut gemeinten Programmplanungen nicht immer das Interesse der Partner traf.
Unsere Überlegungen dahingehend, dass Ruhe und Erholung gewänscht würde, traf nicht immer zu. Statt dessen wollten die jungen Leute verständlicherweise das Leben in deutschen Großstädten ausreichend kennen lernen. Einvernehmlich haben wir Programmänderungen vorgenommen.
Anmerkungen: Wir haben festgestellt, dass es besser ist, unter Voraussetzung der vorhandenen Möglichkeiten, auf Wünsche der Gäste einzugehen, um einem negativen Spannungsaufbau entgegen zu wirken. Weiterhin haben wir gelernt, dass manchmal "weniger mehr sein kann". (Übervolles Programm)

02. 08. �04
Der Tag der offiziellen Begrüßungen.
Mit einer halben Stunde Verspätung kamen wir im Landratsamt Mecklenburg - Strelitz an. Sehr zu unserer Freude hatten wir die Leiterin des Landesjugendamtes M-V, Frau Klemke, am Vormittag zu Gast. Die stellvertretende Landrätin Frau Sievers vermittelte Wissenswertes über den Landkreis Mecklenburg - Strelitz und beantwortete die zahlreichen Rückfragen der Anwesenden. Für eine Fotosession wurde der Eingangsbereich des Landratsamtes gewählt. U. a. nahmen der Blankenseeer Bürgermeister, Herr Dr. Gust, und der Leiter des Amtes Neustrelitz Amt, Herr Krüger, und eine Mitarbeiterin des Jugendamtes MST, Frau Bendig, an der Veranstaltung teil.
Ein weiteres Grußwort wurde durch den Bürgermeister der Stadt Neustrelitz, Herrn Grund, im Rathaussaal der Stadt gesprochen. Auch hier gab es viele Rückfragen, wodurch unser weiterer Terminplan sehr in Verzug geriet.
Zum Termin war eine Vertreterin des Nordkuriers anwesend. (Artikel anbei.)
Die anschließende Stadtführung führte uns u. a. auf dem Kirchturm am Marktplatz, von dem aus die gesamte Stadt gesehen werden konnte. Danach haben die Jugendlichen die Stadt auf eigene Faust erkundet.
Um einen kleinen Exkurs in die Geschichte der Region zu geben, besuchten wir das Slawendorf. Dort wurden die Teilnehmer durch den stellvertretenden Leiter der IPSE GmbH Neustrelitz, Herrn Bresst, abermals begrüßt (Die IPSE ist Träger der Jugendzentren Blankensee und Burg Stargard.).
Besonders viel Spass hatten die jungen Leute auf einer Bootstour auf dem Zierker See.
Am Abend besuchten wir die Sommerrodelbahn Burg Stargard. Nach anfänglichem Bedenken seitens der Ägypter waren sie diejenigen, die kein Ende finden konnten.

03. 08. �04
Der Tag der OME.
Dieser Tag stellte eine ganz besondere Herausforderung dar. Es galt, pünktlich am Bahnhof zu sein, um den Zug nach Stralsund zu erreichen. (Mittlerweile war das von uns am häufigsten verwendete Wort �Jala jala!, was soviel wie �Komm, schnell, schnell! bedeutet.)
Die Fahrt nach Stralsund sowie der Eintritt für das Meereskundemuseum wurde uns freundlicherweise von der Ostmecklenburgischen Eisenbahngesellschaft mbH gesponsert. (siehe Presseinformation)
Der Besuch des Museums war sehr interessant, viele der ausgestellten Exemplare erinnerten die Ägypter an ihre Heimat. Nach einer kurzen Besichtigung der Stadt ging es mit �Jala, jala!� zurück zum Bahnhof.
Den Abend verbrachten wir im Gasthof "Zur Linde" mit viel Spass beim Bowling. Zu unserer Überraschung zählt das Bowlen auch in Ägypten zu den weitverbreiteten Volkssportarten.

04. 08. �04
Der Tag des Landtages.
Wieder mit einer Stunde Verspätung besichtigten wir, nach einer Einführung in die parlamentarische Arbeit des Landtages, das Schloss in Schwerin. Besonders aufregend fanden alle Jugendlichen, einmal auf den Sitzen der Landtagsregierung im Plenarsaal Platz nehmen zu dürfen.
Leider konnte Herr Dr. Körner an der vereinbarten Gesprächsrunde nicht teilnehmen. Der Pressesprecher der SPD - Fraktion sprang als Gesprächspartner ein.
Anschließend führte uns ein Stadtbummel in die Innenstadt in Schwerin, bevor es wieder zur Übernachtungsstätte zurück ging.
An diesem Abend ereignete sich ein erster dramatischer Zwischenfall. Moushira, eines der ägyptischen Mädchen, erlitt einen Ohnmachtsanfall, die Folge von nicht ausreichendem Schlaf, zu viel Stress und einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme. Der sofort herbei gerufene Notarzt wies die Patientin in das Klinikum Neubrandenburg ein. Nach einer Stabilisierung ihres Kreislaufs durch Infusionen und einer 2-stündigen Wartezeit konnten wir sie zur Erleichterung aller wieder mit nach Burg Stargard nehmen.
Aufgrund dieser Umstände musste der geplante Besuch des Sommerkonzertes in Carwitz ausfallen.

05. 08. �04
Tag des Wechsels.
Um 9.30 Uhr fuhren wir mit der bereits gewohnten Verspätung nach Rostock, um dem freien Training der Fussballspieler von Hansa Rostock beizuwohnen. Der Pressesprecher des Vereins beantwortete Fragen der sehr fußballinteressierten Ägypter im Vereinsgebäude und führte uns durch das Stadion.
Anmerkung: Vor einiger Zeit waren 2 ägyptische Fussballspieler bei Hansa Rostock unter Vertrag. Jedes "zu spät kommen" dieser wurde laut Herrn Schulz (Pressesprecher) mit einer Geldstrafe geahndet, so dass die erste Frage darauf von Herrn Safwat, Leiter der ägyptischen Gruppe, lautete: "Haben die Spieler dann überhaupt Geld verdient?"
Im Anschluss besuchten wir das Jugendzentrum "DT 64" am Hafen und die Hanse-Sail.
Auf der Busfahrt nach Berlin kam es an diesem Tag zu einem weiteren Zwischenfall, der wieder medizinischer Hilfe bedurfte. Auf der Berliner Stadtautobahn musste wiederholt der Notarzt herbei gerufen werden, da Mohamed hyperventilierte. Die Gr�nde dafür waren die selben wie bei Moushira am Tag zuvor. Nach erheblicher Wartezeit konnten wir den Patienten mit dem mittlerweile eingetroffenen JFZ - Kleinbus in die Berliner Unterkunft mitnehmen. Nach dem Schreck wurden die Zimmer im Jugendgästehaus der Schreberjugend bezogen. Unser Domizil lag zentral im Berliner Stadtbezirk Kreuzberg.
Erste Erkundungen durch Berlin wurden am Abend in verschiedenen Gruppen vorgenommen.

06. 08. �04
Tag des individuellen Programms.
An diesem Tag wurden Unternehmungen in verschiedenen Gruppen durchgeführt. Einige nutzten die Zeit, um die Humboldt - Universität zu Berlin in Adlershof zu besuchen. Erstaunen rief die neu eingerichtete Bibliothek des Gebäudes hervor. Eine weitere Gruppe ließ es sich nicht nehmen, das vor kurzer Zeit neu eingeweihte Berliner Olympia - Stadion zu besichtigen und sich das Spiel Hertha BSC gegen VfL Bochum anzusehen. Die verbleibende Gruppe nutzen diesen Tag, um sich die Stadt anzusehen.
Später wurde das Nachtleben von Berlin erkundet.

07. 08. �04
Tag des Shoppings/ der Freizeit.
Dieser Tag wurde von vielen genutzt, um ausgedehnte Shopping - Touren durch Berlin zu absolvieren.
Einige der Teilnehmer zog es jedoch ins Badeparadies Blubb bzw. ins Kino.
Ein Highlight für uns deutsche Teilnehmer war die Organisation eines ägyptischen Abends im Gästehaus. Durch eine informationsreiche Gestaltung wissen wir jetzt u. a., welche Kleider in verschiedensten Zeitepochen getragen und welche Zahlungsmittel verwendet wurden.

Weiterhin konnten wir landestypische Snacks
(Nüsse, Süssigkeiten, etc.) probieren. Der krönende
Abschluss des Abends war der gegenseitige
Austausch der Gastgeschenke. Beeindruckend war
die liebevolle und sorgfältige Planung des Abends
seitens unserer Gäste.
Der Abend fand in einem ägyptischen Restaurant
seinen Ausklang, in dem auch die traditionelle
Wasserpfeife zum Einsatz kam.

08. 08. �04
Tag der Geschichte.
Bei einer Stadtrundfahrt zeigten die ägyptischen Jugendlichen reges Interesse an den historischen Orten in Berlin, die auf die ehemalige Teilung der Stadt hindeuteten. Am Nachmittag waren wir Gäste der ägyptischen Botschaft. Beeindruckend war die Ausstattung des Botschaftsgebäudes. Lobenswert war, dass der ägyptische Botschafter mehr als eine Stunde an Zeit für uns hatte. Leider waren seine Ausführungen vorrangig in arabischer Sprache, für uns unverständlich, gehalten.
Am Abend schauten wir uns gemeinsam ein Gauklerfest an.

09. 08. �04
Der letzte Tag. Leider.
Am Vormittag stand der Besuch des Bundestages auf dem Plan. Einen sehr interessanten Überblick in die Geschichte des Reichstagsgebäudes sowie eine Einführung in die Arbeit der Bundestagsabgeordneten wurde im Plenarsaal gegeben. Leider war aufgrund der Sommerpause keiner der 601 Abgeordneten zu erreichen.
Für den Einkauf letzter Geschenke für die Familienmitglieder der Ägypter wurden am Nachmittag die Geschäfte der Gropiuspassagen (das größte Einkaufszentrum Deutschlands) genutzt.
Wehmütig begangen wir den letzten Abend mit einem gemeinsamen Rückblick auf die zusammen verbrachten Tage.

10. 08. �04
Tag der Abreise.
Abfahrt der unserer ägyptischen Freunde. Wie bereits erwähnt, verpassten die Jugendlichen ihren ersten Zug nach Frankfurt am Main. Es kam große Hektik auf. Glücklicherweise fuhr der nächste Zug eine Stunde später, so dass die Zeit des Abflugs gerade noch in den Zeitrahmen passte. Allgemeine Erleichterung trat erst nach einem Anruf der Ägypter ein, in dem sie uns mitteilten, dass sie ihren Flug noch geschafft haben.
Schwer zu beschreiben sind die Gefühlsaubrüche und Abschiedsszenen, die sich auf dem Bahnsteig ereigneten, denn nicht nur intensive Freundschaften, auch "kleine Liebeleien" sind während der Zeit entstanden.
Wir können es kaum erwarten, unsere Freunde im Oktober wieder zu sehen.

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