Jugend- und Freizeitzentrum Blankensee
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Besetzung des Jugendhilfeausschuss im Landkreis MSP

Alte Fragen im neuen Kreis


Die Zusammensetzung des Jugendhilfeausschusses im Großkreis steht jetzt fest. Mancher Träger muss verzichten.

Doch, das gibt Susanne Wilken zu, sie hätte gern im Jugendhilfeausschuss des Kreises Mecklenburgische Seenplatte mitgearbeitet. Geklappt hat es damit aber nicht. Als im Kreistag die geheime Wahl für die Vertreter der Träger ausgezählt war, entfielen auf sie 27 Stimmen – vier zu wenig. Das Trägerwerk Soziale Dienste, das im Bereich Demmin unter anderem einen Jugendclub betreibt und sechs Schulsozialarbeiterstellen unterhält, ist damit nicht mehr im Ausschuss dabei.
Ein Schicksal, das es sich mit zahlreichen anderen Vereinen und Verbänden teilt. Sechs Mandate durften die Träger der freien Jugendhilfe besetzen. 28 Vorschläge enthielt die Liste. Sie umfasste verschiedenste Vereine, von der Caritas Mecklenburg-Strelitz über das DRK Demmin und das CJD Waren bis zu Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt (AWO), den drei Kreissportbünden und dem Stadtsportbund Neubrandenburg.
Angesichts dessen hatte der Kreistag im Oktober die Wahl vertagt. Im November kam die Vorlage dann wieder auf die Tagesordnung. Unter den Ausschussmitgliedern befinden sich mit dem Warener Roland Preibisch vom Diakonieverein und Dagmar Kaselitz aus Penzlin, die für die SPD im Kreistag sitzt, auch zwei Müritzer. Marita Scharf aus Altentreptow, die vielen in der Region von der Sportjugend bekannt ist und Susanne Wilken werden nun die Sportler in dem für den Großkreis zuständigen Gremium vertreten. Die Probleme hier, erwartet sie, werden in etwa die gleichen sein wie früher. Nur in einem weitaus größeren Gebiet. „Letztendlich heißt das, dass man sich noch mehr vorbereiten muss und auch über den Sport hinausschauen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.“
Gerade damit die zustande kommen, hat der Gesetzgeber für den komplizierten und sensiblen Bereich der Jugendhilfe das aus Kreistagsmitgliedern und Trägervertretern gemischte Gremium vorgeschrieben. Denn Kreistagsabgeordnete, weiß Susanne Wilken aus Erfahrung, würden oft in erster Linie die Kosten sehen. Es gehe aber nicht nur um Geld, sondern auch um Schicksale, um desolate Familienverhältnisse, aus denen die betreuten Jugendlichen oftmals kommen, und um Hilfe für sie. „Das müssen die Träger erklären.“ Denn das Gros der Abgeordneten könne das gar nicht wissen und sei angewiesen auf den fachlichen Rat.
Auch wenn sie den Wiedereinzug in den Ausschuss knapp verfehlte, will Susanne Wilken sich weiter engagieren. „Jetzt“, blickt sie voraus, „muss man neue Wege finden, um sich einzubringen.“

Der neue Jugendhilfeausschuss (in Klammern jeweils die Stellvertreter):
Freie Träger:

 

Caritas Kreisverband Mecklenburg-Strelitz:

Günter Jeschke, (Friedericke Scholze);

 

AWO:

Jens Martens (Mandy Kostow);

 

DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte Neustrelitz:

Cathrin Klum (Susanne Kröpsky);

 

Diakonievereine Stargard und Malchin, Kreisdiakonisches Werk Greifswald, Kirchenkreise Stargard und Demmin:

Roland Preibisch (Christoph de Boor);

 

Behindertenverband Neubrandenburg:

Markus Vohs (Axel Wittmann);

 

Kreissportbünde Demmin, Mecklenburg-Strelitz, Müritz, Stadtsportbund Neubrandenburg:

Marita Scharf (Matthias Held).

Kreistagsabgeordnete:
SPD:

Dagmar Kaselitz (Dietrich Daedelow), Karsten Schretzmair (Martin Eulenhaupt; beide sachkundige Bürger);

 

CDU:

Renate Holznagel (Edgar Kliewe), Diana Kuhk (Annerose Mössner; beide sachkundige Bürger); Helmut Frosch (Harry Frank, sachkundiger Bürger);

 

Die Linke:

Waltraud Bauer (Bernd Fuhrmann, sachkundiger Bürger); Peter Ritter (Ulla Reiner, sachkundige Bürgerin);

 

Grüne:

Werner Freigang (Kilian Schneider);

 

FDP/WGLR:

Guido Pauly (Andre Sandmann, beide sachkundige Bürger).  

 

Quelle Nordkurier am 17.11.11

Redaktionsmitglied
Georg Wagner


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